Tag 252: Samstag, 21. November 2020

Wahlbriefe austragen

252 wahlenAnfang dieser Woche habe ich noch liegengebliebene Wahlbriefe für die Kirchenwahl am 1. Advent ausgetragen. Eigentlich eine ganz spannende Sache, stelle ich fest.

 

Ich entdecke Häuser, die ich im Vorbeifahren mit dem Auto nie wahrgenommen habe. Ich sehe wie und wo Leute wohnen, die ich kenne. Und betrachte die Stadt aus neuen Perspektiven. Ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden, Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, Teilnehmer von Gruppen und Presbyter aus früheren Jahren bekommen Post. Aber ich bin auch überrascht, wie viele Menschen, deren Namen ich noch nie gehört habe, zu unserer Kirchengemeinde gehören.

Gut, dass nicht nur die Wahlunterlagen zu den Menschen kommen, sondern wir auch durch Heft "gemeinsam unterwegs" mit unseren Mitgliedern in Verbindung treten. Mir wird auch klar, wie wichtig der Gemeindebrief ist, der viermal im Jahr die Haushalte erreicht. Dennoch frage ich mich: Sollten wir nicht umdenken und auch Angebote für neue Zielgruppen machen? Beispielsweise für Männer oder für junge Menschen zwischen 20 und 35 Jahren.

Hier kommt wieder die Kirchenwahl ins Spiel. Ich bin dankbar für alle Kandidatinnen und Kandidaten, die mitdenken und auch erneuern wollen. Ich hoffe, dass mit den Frauen und Männern, die sich in den Presbyterien engagieren wollen, unkonventionelle und pfiffige Ideen ins Spiel gebracht werden. Damit (noch) mehr Menschen in unseren Gemeinden Heimat finden.

Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn,
Sorgen, Freuden, Kräfte teilen und auf einem Wege gehn.
Gut, dass wir nicht uns nur haben,
dass der Kreis sich niemals schließt und dass Gott,
von dem wir reden, hier in unserer Mitte ist.
( Manfred Siebald)

Gemeindediakonin Annette Bernhard, Annweiler / Hofstätten